Ghosting, Breadcrumbing & Co.:

Ghosting, Breadcrumbing & Co.:

Moderne Dating-Phänomene erklärt

Ghosting, Breadcrumbing & Co.:

 

In der Welt des Online-Datings sind neue Begriffe entstanden, die das Verhalten vieler Singles beschreiben. Begriffe wie Ghosting, Breadcrumbing oder Benching klingen vielleicht zunächst fremd, doch wer sich mit digitalen Beziehungen auseinandersetzt, wird früher oder später auf sie stoßen. Wir erklären die gängigsten Dating-Phänomene, woran man sie erkennt und wie man am besten damit umgeht.


Ghosting – Plötzliches Verschwinden ohne Erklärung

Ghosting ist eines der bekanntesten Phänomene und beschreibt das plötzliche Abtauchen einer Person ohne jegliche Erklärung. Nachrichten bleiben unbeantwortet, Anrufe werden ignoriert und der Kontakt wird abrupt abgebrochen. Besonders schmerzhaft ist dies, wenn sich bereits eine enge Verbindung aufgebaut hat. Ghosting kann viele Gründe haben – von Überforderung bis hin zu Feigheit, unangenehme Gespräche zu führen.

Wie geht man damit um?

  • Akzeptieren, dass die andere Person kein Interesse mehr hat.
  • Sich nicht selbst die Schuld geben.
  • Nach vorne blicken und auf Menschen konzentrieren, die echtes Interesse zeigen.

Breadcrumbing – Die falsche Hoffnung auf mehr

Beim Breadcrumbing hält jemand eine andere Person warm, indem er oder sie sporadisch Nachrichten sendet – jedoch ohne echte Absichten. Es fühlt sich an, als würde die Person gerade genug „Brotkrumen“ hinwerfen, um das Interesse aufrechtzuerhalten, ohne jedoch auf eine echte Beziehung hinzusteuern.

Wie erkennt man Breadcrumbing?

  • Unregelmäßige, unverbindliche Nachrichten.
  • Keine konkreten Pläne für ein Treffen.
  • Vielversprechende Worte, aber keine Taten.

Lösung: Wer merkt, dass er nur hingehalten wird, sollte die Initiative ergreifen und entweder ein klärendes Gespräch suchen oder den Kontakt abbrechen.


Benching – Auf der Ersatzbank gehalten werden

Benching ist eine etwas subtilere Form des Warmhaltens. Hierbei bleibt der Kontakt relativ konstant, jedoch ohne echten Fortschritt. Man wird als eine Option betrachtet, falls es mit anderen Kontakten nicht klappt.

Typische Anzeichen:

  • Interesse ist da, aber Treffen werden immer wieder verschoben.
  • Nachrichten sind eher oberflächlich.
  • Kaum Initiative von der anderen Person.

Hier hilft nur, klare Grenzen zu setzen und nicht länger auf jemanden zu warten, der sich nicht festlegen kann.


Orbiting – Immer in Reichweite, aber ohne echtes Interesse

Orbiting bedeutet, dass eine Person nach dem Kontaktabbruch weiterhin in den sozialen Medien aktiv bleibt – Likes, Story-Views oder Kommentare inklusive. Dies kann sehr verwirrend sein, da es den Anschein macht, als hätte die Person noch Interesse, obwohl sie den direkten Kontakt meidet.

Wie sollte man reagieren? Am besten ignoriert man dieses Verhalten und konzentriert sich auf echte, wertschätzende Kontakte.


Love Bombing – Zu schön, um wahr zu sein?

Beim Love Bombing überschüttet eine Person ihr Gegenüber mit Komplimenten, Aufmerksamkeit und intensiven Gefühlen – allerdings oft mit manipulativen Absichten. Ziel ist es, eine emotionale Abhängigkeit zu erzeugen. Nach der euphorischen Anfangsphase kann sich das Verhalten der Person jedoch plötzlich ändern.

Warnsignale:

  • Übertrieben schnelle Liebesbekundungen.
  • Extrem intensive Anfangsphase, gefolgt von Distanzierung.
  • Kontrollverhalten oder Eifersucht.

Hier ist es wichtig, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und sich nicht von großen Versprechungen blenden zu lassen.


Fazit

Moderne Dating-Phänomene zeigen, dass digitale Beziehungen oft komplizierter sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Wer sich bewusst mit diesen Verhaltensweisen auseinandersetzt, kann sich besser davor schützen, verletzt oder hingehalten zu werden. Der wichtigste Tipp: Sich selbst wertschätzen und auf Menschen konzentrieren, die ehrliches Interesse zeigen.

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